20081216

Rein ins Wochenende, raus aus dem Wochenende

20081213/14, AF 2210, 2211, Paris - Hamburg - Paris

Wer - wie ich an diesem Tag umständehalber - nur ausnahmsweise am hellichten Wochenende fliegt, sieht ein ganz anderes Publikum: Gelegenheitsvielflieger, so wie sie mir vor kurzer Zeit vom überaus netten Personal der LH-Lounge in ZH geschildert wurden: "Aber ich bin doch Vielflieger! Ich fliege 3 mal pro Jahr!" - Item: Das Tempo ist gemächlich, überholen schwierig (diese Paxen pflegen plötzlich mal stehen zu bleiben in der Abflughalle oder rasch - ohne Blinker gewissermassen - abzuzweigen) und die Airlines wie AF mit ihrem 3-Klassen-System passen sich dem an, indem die Business 3 Reihen hat, die teue Eco ebenfalls und die normale Eco, ja, da pferchen sie die armen Vielflieger alle rein. Immerhin wärmt die Nähe. Denn der Start auf dem Hinweg verzögert sich, weil wieder irgendwer gerade streikt.
In Hamburg hat AF jetzt mit vielen anderen eine neue Sammellounge. Die ist zwar etwas augferäumter als der alte Bunker unten, aber das Angebot ist nach wie vor bescheiden. Nichmal guten französischen Champagner gibts da. Wireless funktioniert nur gegen Geld, die Voucher hier gehen ebenfalls nicht.
Neu organisiert wurde in Hamburg ebenfalls die Security. Das sehr unfreundliche Personal besteht auf einem speziellen "Fast-Track"-Voucher, bevor Paxen die schnelle Spur benutzen dürfen. Schwarze Kärtchen oder so nützen da gar nichts.
Der Flughafen hat sich so eher noch verschlechtert, im Vergleich zur zeit vor dem Umbau.

Ein Leben auf der Baustelle

20081211, LX 646, Zürich - Paris

Zum ersten Mal seit gut einem Jahr wieder auf diesem Flug - und der beginnt in einer Baustelle, weil die First-Lounge grad umgebaut wird. Als Ersatz hat man kurzfristig die Business-Lounge umfunktioniert mit dem First-Buffet. Das sieht dann etwas grotesk aus, auf den spartanischen Sitzen die Reisenden bei ihrem Essen zu sehen, wo eher ein frugales Sandwich hinpassen würde. Und nebenan ein ohenbetäubender Baustellenlärm.
In Paris gings beim Ausgang ausnahmsweise sehr rasch - weil etliche Paxen rumplemerten und die Jetway kaum rauf konnten. Aber dafür kann die Airline nichts.

... und bei der Swiss

20081210, LX 1077, Frankfurt - Zürich

Kurz vor dem Start kam die MC: "Möchten Sie nicht lieber nach vorne kommen?" - so gehts bei LX. Zuvor das übliche Programm in der Lounge. Die "Spiegel" waren ausgegangen. Am Mittwoch sind die da immer alle. Die Chefin-de-Lounge organisierte flugs neue. Schliesslich könnten während dem Rest der Woche noch weitere Paxen danach fragen.

Wo bleiben die Passagiere?




20081216 LX 1574 ZRH-VIE
Unglaublich, so viel Platz hatte ich schon lange nicht mehr auf der Morgenmaschine nach Wien. Der Jet war zu etwa 1/3 ausgebucht, Business fast leer.

20081210

Weihnachtszeit bei LH

20081209, LH 983, München - Frankfurt

Auf dem Flug, der mit einem A300 geflogen wird, spuckt mir der Automat einen gangsitz in Reihe 28 aus. Das ist ziemlich in der Mitte und genau im Puff. In der Lounge kam das gewohnte Verwöhnprogramm, inklusive kleinem offiziellen Weihnachtsbhaltis für die, räusper, hüstel, netten Kunden (es reicht ganz offentlich nicht für alle).
Am Gate fragte ich dann nach einem Gangplatz etwas weiter vorne. Die Dame zeigte den Boarding Pass dem Flight Manager, der nichte kurz, und schwupps gabs einen Gangsitz weiter vorne. In der ersten Reihe.
Vor mir war nur noch der Adventskranz (aus Plastik, hoffentlich feuerfest) und die Piloten. Crew war ausnehmend freundlich.
Ach, wäre doch immer Weihnachtszeit bei LH ...

20081209

"Dann gehn se doch nach hinten ...."

20081208, LH 3739, Zürich - München

Ich hatte am Vorabend bei der Honcircle-Hotline angerufen, um einen Gangplatz etwa in der Mitte zu bekommen. Die Dame gab mir 9 Dora. Der Automat gab mir aber nur einen Fensterplatz und auch in der First Island hiess es nur, es gebe keine Gangplätze mehr. Erst in der Lounge klappte es dann, allerdings weit hinten.
Beim Einsteigen fragte ich die Purserin, ob ich mein grösseres Gepäckstück bei ihr ins sichtlich leere Schäftli stellen darf. "Wo sitzense?" Frug sie. - "Auf Reihe 16" (es gab hier nur 17). - "Dann gehn se doch nach hinten und schaun da mal, obs noch Platz hat ..." Soviel zum gewohnt unfreundlichen Service, speziell bei LH Cityline.

So fliegen wir lieber

20081204, LH 459/3750, San Francisco - München - Zürich

Auf dem 340-600er 2 Plätze am Notausgang zu bekommen heisst viel viel Beinfreiheit (wie in der Business) und bei hinreichender Müdigkeit auch viel Schlaf. Wir kamen auf jeweils 7h. Dazu eine P2, die uns mit allerhand Sachen verwöhnt, eine P1, die hin und wieder vorbei schaut und 2 FAs, die regelmässig Nachschub nach allem holen, was man so unterwegs braucht. So fliegen wir viel lieber als hin.
Der Hänger des Tages kam beim kurzen Anschluss-Flug mit LH-Cityline. Wir waren in unterschiedlichen Klassen gebucht, aber am Boden wollte man uns nicht zusammen setzen. Wir fanden uns dann in der allerhintersten Eco-Reihe wieder.
Was LH mit meinem eingecheckten Gepäck gemacht hat, ist mir schleierhaft. Der grosse Luggage Works Rolli hat einen stabilen Stahlrahmen mit einem L-Profil und ist eigentlich unkaputtbar. Irgendwie schaffte es LH, die beiden Rahmenteile bananenförmig zu gestalten. Ueber die Kulanz der LH bei der Regelung des Schadens werde ich hier berichten ...

20081204

So fliegen wir sehr ungern

20081129, LH 446, UA 89, Frankurt - Denver – San Francisco

Wir hatten den Flug vor 2 Wochen gebucht und gleich auch noch ein Partnerticket mit meinen Meilen gemacht. Bei der Gelegenheit gab ich auch meine Sitzpräferenz an (Notausgangsreihe, Gang).
Bei Check-In war davon nichts mehr zu sehen – lediglich einen mittleren Sitz ziemlich weit hinten wollte mit der Computer geben. Die Dame gab sich dann redlich Mühe und dann schaute doch noch 1 Gangsitz etwas weiter vorne raus.
Der erwies sich als halbwegs brauchbar. Störend war etwas der sehr korpulente Nachbar, der meinen Sitz immer gleich mit belegte, wenn ich mal kurz nicht da war (sondern beispielsweise auf dem freundlicherweise vom Personal zur Verfügung gestellten Jump-Seat ganz hinten arbeiten durfte). Und dem Servierwägeli, den mir eine FA ins Knie donnerte.
Weil kurzfristig das Flugzeug getauscht werden musste (weil die ursprünglich vorgesehene Maschine für Thailand gebraucht wurde), flogen wir mit etwas Verspätung ab. Diese Verspätung liess sich auch nur teilweise aufholen und so wurde es in Denver für den Anschluss knapp. Zwar schickte uns LH eine Dame, die uns rasch durchschleusen sollte, aber wir musste trotzdem überall Schlange stehen. Den Anschluss schaffte ich ganz ganz knapp. In San Francisco war dann das Gepäck natürlich nicht da.
Abgesehen vom fliegenden Personal auf der ersten Etappe haben hier LH und UA wieder mal einen miserablen Eindruck gemacht.

Streiktag bei AF

20081114, LH 4289, 4284, Paris – Köln – Paris

Streiktag bei AF in Paris bedeutet Mehrverkehr für die anderen Airlines. Auch deshalb gabs im Satelliten 3 beim Terminal 1, wo LH seine Flüge weiterhin ohne Lounge und anständiges Ersatzangebot abfertigt, ein mittleres Puff. Warteschlangen ohne Ende. Keine Fast track. Nichts.
Der Flug ging dann ziemlich verspätet los, weil bei der Ankunft kein Bus da gewesen war. Sonst hätte ich den Flug verpasst, weil die Security langsam war. Als die Triebwerke starteten sagte uns der Copi noch, dass das Bodenpersonal auch gleich zu streiken anfängt – wir sollten froh sein, dass wir los könnten.
Irgendwie muss das auch die Crew abgefärbt haben. «Darf ich Sie um einen Spiegel bitten» sagte ich zum FA. Der sagte, nein, die gäbe es nur in der Business. «Und bei guten Kunden machen Sie keine Ausnahme?» «Nein, ich weiss, hier sitzen nur Hons und Sens ...».
Ähem, danke. Wenn LH so die Krise meistern will. – Der Rückflug am Montagmorgen war deutlich angenehmer, weil die Maschine so voll war, gabs ein Upgrade.

20081111

Die erste Vielfliegerregel

20081108, LH 52, München - Hamburg

Tags zuvor war ich die umgekehrte Strecke geflogen ... reichlich mittelprächtig, die Sache.
Umso besser war dieser Flug: Aufmerksame Crew, superber Wein, ein Bhaltis, einfach so, wie man sich das so wünscht auf einem kurzen Flug. Die alte, erste Regel hat sich wieder mal bestätigt: Von 2 Strecken ist jeweils eine gut, der Retourflug lausig. Oder umgekehrt.

So fliegen wir gerne mit der Swiss

20081105, LX 1077, Frankfurt - Zürich

Seit meinen unangenehmen Check-in-Erlebnissen in Frankfurt gehe ich nur noch in den First-Terminal. Die Sicherheitskontrolle dort ist lasch und niemand meckert über das zweite Stück, auch nicht bei Eco-Flügen. Und die Swiss-Maschinen stehen eh immer in der Pampa, da ist eine Busfahrt nicht lustig.
Hier gabs mal wieder einen ausnehmend guten Service mit allem drum und dran. So fliegen wir sehr gerne.

Kein Service ....

20081031, LH 194, Frankfurt - Berlin

Dass es ein kurzer Flug werden würde, kündigte uns der Cäptn schon rechtzeitig an. Die Crew begann deshalb schon früh mit dem Service. Genau bis zu unserer Reihe. Die linke bekam noch was, die rechte (inkl.meine Wenigkeit) nichts mehr.
Richtig schauderhaft wars aber beim Gate. Mein kleiner, absolut genialer Luggage Works-Rolli sollte in den Gepäckraum. Die Dame fauchte:
"Haaaalt! Nur ein Gepäckstück!"
Ich: "Aber der ist sooo klein, der passt oben gut rein."
"Die Maschine ist ganz voll - Sie müüüsssssen das abgeben ..."
"Und bei einem sehr guten Kunden machen Sie keine Ausnahme?"
"Nein nein, Sie müüühhesssen das abgeben ..."
Dann sollte ich gleich hinter dem Gate warten. Ich sagte noch, dann nehme ich halt den Zug. Die Dame daneben druckte mir schon den Sticker aus, da poppte der Vielfliegerstatus auf. Damit ging sie zur Gate-Supervisorin. Die schaute nur kurz um die Ecke und sagte dann: "Ach, der ist sooo klein? Der kann problemlos mit ...!"
Warum nicht gleich so.

Etwas mehr Flexibilität bewiesen die Damen 2 Tage später auf dem Rückflug. Wir waren ex Berlin gebucht, einmal LH, einmal AF (ich). Wie kommt man so in die LH-Lounge, die sehr viel besser ist als die AF-Lounge?
Ganz einfach: Indem die Partnerin mit dem Senatoren-Ticket voran geht und ich ihr Gast bin. "Wo hamse die Karte?" wurde sie beim Eingang gefragt. Sie sagte, sie warte auf einen Ersatz, zumal ... ich zückte dann meine und sagte, sie habe meine Partnerkarte, worauf der Semsam aufging.

So fliegen wir ungern

20081028, LX 41, Los Angeles - Zürich

LAX ist kein angenehmer Abflugort, zumal Hons nur in die Star-Alliance-Business Lounge dürfen (anno Swiss-vor-LH-Zeiten gabs immerhin die British Airwaya.Lounge). Und hier gabs auch eine Preview auf das kommende Jahr bei Airlines: Business nur zu 2/3 besetzt. Und ein ... ähem --- gegenüber dem LH-Hinflug signifikant weniger gut eingestelltes Personal. Nicht mal einen gescheiten Wein gabs. Vom Rest reden wir nicht. Wie Airlines ihre Paxen halten wollen, ist mir nicht ganz klar.

Another brick in the wall

20081026, LH 458, München - San Francisco

Die erste Reihe einer Klasse hat immer eine Wand vornedran. In der Praxis heisst das oft: viel Platz nach vorne. Sehr viel.
Anders ist es auf den A340-600 in der ersten Reihe der Business. Hier ist die Wand relativ dicht vor den Paxen installiert. Für die Beine der Pritsche gibts ein Loch in der Wand. So etwa wie im CT im Spital. Wenn man Seitenschläfer ist, ist das eine sehr enge Sache. Besser ists im hinteren C-Compartment, dort haben die Bulkhead-Paxen viel mehr Platz. Noch weiter hinten, in der ersten Eco-Reihe, haben Paxen ganz andere Sorgen ...
Ausgezeichnet war auch die Crew hier: Der Wein kam aus der First, die Salate auch (die Kohlgemüsemenus habe ich ausgelassen). Dazu noch einige Extras. So fliegen wir gerne mit LH.