20080417

Eco besser als Business

20080416, LH 3735, Zürich - Frankfurt

Vor genau einer Woche war ich die gleiche Strecke in der Business geflogen, siehe den entsprechenden Eintrag. Bei diesem Flug stellte ich mich auf den üblichen lustlosen Eco-Service bei LH ein.
Weit gefehlt! Vor dem Start kam die Purserin Frau T. (das machen die bei LH normalerweise auf Kurzstrecken nie), fragte nach besonderen Wünschen und die (üblichen: Champagner) wurden dann auch unterwegs promt erfüllt (inkl. refill). Im Gegensatz zu den Swiss-Flügen werden diese Abendflüge in Frankfurt oft an den Jetway gefahren. Das ist viel praktischer, weil man so rascher am Bahnhof ist.
So war dieser Flug in der Eco ungleich besser als der Business-Flug 1 Woche zuvor.

20080416

Das ging wie der Blitz

20080414, Berlin - Paris via Nürnberg, AB6413, AB 8662

Wenn ich eine Strecke wie diese mit LH oder AF fliege, muss ich um 6 am Flughafen sein, ich nehme noch 3 Espressos in den Loungen (Essen in AF-Lounge kann man um diese Zeit eh vergessen, in LH-Senator-Abteil okay), greife nach 3 Zeitungen (FAZ, SZ, HB, geht nur bei LH, AF hat gar nichts) und sitze um 7 in der Maschine, um mir anzuhören, dass der Slot erst um 7.34 Uhr aufgeht.
Deshalb hatte ich mich für diesen Einfachflug (nur AB macht das kostengünstig) mental auf den Worst Case eingestellt. Flug verpasst, Gepäck weg, was auch immer.
Die Realität sah so aus: Um 6 am Flughafen angekommen, am Automaten Boarding-Pass geholt, rüber in den C-Bereich (wirkt wie eine gut aufgeräumte Lagerhalle), Gepäck an der menschenleeren Baggage-Drop-off-Stelle abgegeben, von Security durchmassieren lassen, einsteigen, Zeitungen abholen (es gab eine Auswahl von vielleicht 8 Zeitungen und Zeitschriften), hinsetzen (ex LTU-A321, neu) und halbwegs pünktlich abfliegen. Auf 50-Minuten-Flügen gehen Paxen bei LH meist leer aus, hier reicht der Service für Kaffee und Laugenweggli bis in die hinterste Reihe. Obwohl etliche Urlauber 2 Minuten diskutieren und noch scharf die zweifellos lebenswichtige Frage überlegen mussten, ob sie jetzt Pfefferminztee oder Schwarztee sollten, blieb die Besatzung völlig gelassen. Und war auch nicht so muffelig wie oft morgens auf LH- oder AF-Flügen. Auch bei der Laufsprecherdurchsage zur Sicherheit zeigte sich das: "Und wenn Masken runter kommen, nehmen Sie sich eine und denken Sie positiv." Gelächter auf dem Parkett.
In Nürnberg gings pünktlich weiter mit einem Niki-Flug, einem der AB-Zweige. Es reicht auch noch kurz fürs Abschicken eines Textes dank dem relativ weit streuenden WLAN bei der LH-Lounge. Die Niki-Besatzung sprach mit österreichischem Dialekt, sie hätte (altersmässig) eine (gut erzogene) Kinderschar von mir sein können. Als das Wägeli mit den Sandwiches durchsauste, dachte ich, so 7 Euro kosten die bei Billigfliegern wie Easyjet oder Ryanair. Die waren gratis, genauso wie die (etwas andere) Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl. Die via Deckenmonitore angezeigten Inflight-Karten sind auf dem neusten Stand. Der Service war perfekt, die Purserin (geschätztes Alter 21) machte etwas auf Vamp und hauchte ihre Anweisungen ins Mikro.
Der Hammer kommt jetzt. Dachte ich. Gepäck weg, zerbeult, man weiss ja nie, zumal meine Erinnerungen an Paris-Orly nicht besser sind als CDG. Ausgabe war an einem gemeinsamen, etwas versteckten Band mit Easyjet (aus Berlin kommend). Die werden sich gedacht haben, wenn sie schon alle in einer so merkwürdigen Sprache meckern, die Deutschen, so sollen sie das da weit hinten im Kabäuschen machen. Der Easyjet-Flug war 30 Minuten vor uns gelandet, wir bekamen aber, 15 Minuten nach der Landung und 5 Minuten nachdem ich am Band war, unser Gepäck sofort. Wer sich auf dem Weg etwas Zeit gelassen hatte, konnte es sogar direkt in Empfang nehmen.
Das ging wie der Blitz - und war in jeder Hinsicht eine vom Preis-Leistungsverhältnis unschlagbare Alternative.

Die neue Lounge entsteht


Die neue Swiss Senator und Business Lounge in Zürich nimmt langsam Formen an. In der Zwischenzeit ist auch die bestehende Lounge zum Provisorium geworden. So gibt es beispielsweise momentan keine Toiletten. Aber damit kann man leben wenn bald mehr Platz (und Zeitungen) zur Verfügung stehen wird.

20080413

Etwas fischig ...

20080411, LH303, Stuttgart - Berlin

Wenn man zur Begrüssung in STR am Flughafen zuerst angeschnauzt wird "fliegen Sie überhaupt Business"? wenn man am First-Schalter einchecken will (wenn ich nicht ganz falsch informiert bin, hat LH gar keinen Flug ex STR mit First) und dann die ID vorlegt (weil es zum Checkin die und nur die wirklich braucht), worauf der Mann am Schalter muffelig sagt, daran erkenne er gar nichts (was sollte er? steht alles im Computer...), dann weiss man, die Bodenmannschaft hat einen guten Tag (dabei kam gleich das Wochenende). Die Dame in der Lounge legte noch einen drauf, nachdem sie alle verspäteten Flüge angekündigt hatte. "Sagen Sie auch für den Berlin-Flug Bescheid?" fragte ich sie. "Nee" sagte sie darauf hin nur.
Der Flug selber mit einer B-737, von LH selber (und nicht den regionalen Subkontraktoren) erwies sich als etwas sehr enttäuschend, auch und gerade in der C-Klasse: Keine Rotweine (nur so kleine Flaschen mit Kopfwehwein), kein Champagner, das Essen kam 1 kleinen Kartonschälchen und erst auf der Zunge wusste ich, was es war: Irgendwas mit Fisch. Sogar dem Purser wars peinlich.
Erst recht gestaunt hatte die Crew selber, als wir in Berlin rollten und rollten ... "Wo stellen die denn uns hin?" fragte ein Kollege vorne die andere. "Ich glaube zur Werft" antwortete diese.
Sie lag richtig. Es war die Werft. Aber die von Air Berlin.

20080410

Sie können gar nicht lesen ...

20080409, LH 3735, Zürich - Frankfurt

Ueber die Lounge in ZH müssen wir hier keine lobenden Worte mehr verlieren - es war, wie üblich, sehr gut. Dazu gabs noch eine kleine Spezialführung mit Hr. W., CLO (Chief Lounge Officer). Langsam nimmt die neue Senator- und FTL-Sektion Gestalt an, und in Umrissen zeigt sich auch schon das Service-Angebot: Warmes Essen plus kaltes Buffet in der Gold-Sektion, ein paar kleine kalte Sachen in der FTL-Abteilung. "Ich würde ja gerne mehr machen, aber es ist ein ständiger Kampf mit der Swiss" sagt mein Baustellenführer beim Rundgang. So viel, bevor Sie zu hohe Erwartungen haben.
Flug selber mit LH bestätigte eine alte Erkenntnis: Auf LH-Kurzstreckenflügen ist es völlig egal, welchen Status die Paxen haben. Die Liste wird kaum gelesen. Ich hab einen Verdacht: Das Personal kann es gar nicht ....

Rein und raus ins Wochenende

20080403, 20080407, AF 2534, AF 1135, Paris - Berlin

Hin: Ein echt netter Abendflug in die Abenddämmerung (wie ich das sehr mag), pünktlich und mit gutem Ess- und Getränkeservice. Auch hohe französische Beamte fliegen AF - und legen ihre streng geheimen Akten, die sie gerade mit Primarschüler-Schrift kommentieren, auf den freien Mittelsitz. Interessiert Sie der nächste Sarkozy-Geheimplan? Peilen Sie mich per Email an:
Zurück: Gottseidank gabs was Gscheites zu essen - die AF-Lounge in Berlin steht der in Frankfurt nicht nach.
Dass Berlin keine echte Business-Destination ist, sieht man an der Mini-Business- und Mini-Vollzahler-Eco-Sektion.

So fliegen wir auch mit AF gerne ...

20080402, AF 1518, 2319, Paris - Frankfurt - Paris

LeserInnen dieses Blogs wissen, worauf es bei AF-Flügen ankommt: Dass man mit AF selber fliegt, und nicht, wie beim unsäglich umständlich-engen Zürich-Flug in die Uralt-Kisten von Cityjet gepackt wird. Item - diese beiden Flüge waren gut, inkl. Essen, trinken (morgens heisse Schokolade, abends Champagner) und Service (nur morgens waren die FAs etwas schläfrig und hatten sich nach dem Service hinter dem Vorhang verkrochen).
Mies sind bei AF die Lounges in Paris (Terminal 2D) und Frankfurt (Terminal 2): In Paris viel zu eng, dunkel und mufffig, in Frankfurt ist das Angebot etwa auf der Höhe der US-Inlandslounges (und die sind oft echt schauderhaft).

20080401

Retro-Flug

Es wär ein bisschen unfair, den heutigen Flug nach unseren normalen Standardkriterien zu beurteilen.... Aber schauen Sie einfach selber:

http://picasaweb.google.ch/blogofthefrequenttravellers/20080104DBendorfJu52?authkey=CVj84SNYn8E

Viel Platz


Ein Kompliment muss ich dem Swiss Reservations System aussprechen bzw der Person die die Prio für Senatoren programmiert hat. Seit einiger Zeit habe ich immer einen freien Sitz neben mir während andere kuschlig eng zusammen sitzen, ausser natürlich wenn der Flieger voll ist, dann wird es auch für mich kuschlig.

Mögen Sie Marronimousse?

20080330, LX 645, Zürich - Paris

Als vor 2 Wochen das Menu in der First-Lounge in ZH gewechselt wurde, sagte mir Frau W., die wie 2 überaus nette KollegInnen eine Art MC am Boden ist, dass es noch reichlich Zutaten habe, um mir, gegen Voranmeldung, jeweils ein Marronimousse extra zuzubereiten.
Es klappte (nach Vorankündigung 3 Tage zuvor): "Sie dürfen dann keinen anderen Dessert nehmen" sagte Hr. K., einer der Lounge-Mitarbeiter, und schritt dann zur Tat: Meine Begleiterin kam in den Genuss einer "normalen Portion" (wie sie alle Gäste erhalten), ich die übliche "normale Portion" (die Betonung ist etwas anders), etwa dreimal so gross. Zum Abschied noch 1 Riesentopf mit Marronimousse extra auf den Weg nach Paris. Ich konnte kaum noch zum Gate laufen.
Flug war sehr nett, auch dank den vielen Paxen, die den Anschluss vom Tel-Aviv-Flug nicht geschafft hatten. So wurde aus meinem urspünglichen Reihe-31-Sitz am Gate einer in Reihe 7 ("erste Reihe hinter der Business" sagte die Dame). An Bord wurde dann der Vorhang nach vorner zur Reihe 3 geschoben, weil es nur 3 Paxen in der Business gab, die darauf folgenden 3 Reihen blieben leer, dann folgte die Meute, die heute sehr viel Platz hatte. Unterwegs gabs reichlich Champagner, inkl. Refill.

Umbau

20080327, LX 1016, 1027, Zürich - Düsseldorf - Zürich

Morgenflug tiptopp. Allerdings ist mir schleierhaft, wie die Swiss auf ihre Auslastungsziffern kommt, ich sitze hin und zurück in A320/A321, die viel zu gross sind. Hin: Nette Crew, Croissant gibt extra. Retour: dito, anstelle des Kopfwehweins gibts Extra-Champagner.
Die Lounge in DUS wird gerade umgebaut. Abends ist auch diese hier viel zu klein. Buffet okay, aber nicht umwefend. Einen Viertelstern können wir vergeben.

Erste Reihe ...

20080326, AF 5100, Paris - Zürich

Man sollte es nicht glauben, aber die Uralt-Kiste war dermassen voll, dass ich 1 Sitz in der erste Reihe bekam. Das kann ich aus mehreren Gründen nicht empfehlen: Kein Platz fürs Handgepäck (direkt oben dran ist der Raum für die Crew reserviert), man wird Zeuge der Service-Abläufe und Vorbereitungen in der Küche und wer den Rest-Room aufsucht, ist selber Schuld: die abblätternden Farben, platzenden Nähte und der nicht funktionierende Wsserhahn erinnern an die im Verkehrshaus ausgestellten Maschinen.

Rein und raus ins Wochenende

20080323, AB 8589, Zürich - Berlin, 20080325, LH 4310, Berlin - Paris

Testflug mit Air Berlin. Ueberraschend gut, wenn man vorher in der Lounge war (nein, nicht in der von AB). Zeitungen lesbar, Sandwich offenbar essbar (wir hatten uns mit teilnehmnder Beobachtung vergnügt), relativ pünktlich, Personal freundlich und zuvorkommend.
Das konnte man vom LH-Flug nicht behaupten. Ein einziger Hindernislauf von Check-In, Lounge (undfreundlich, internationale Zeitungen, die schon am Kiosk sind, fehlen), muffelige Morgencrew.

Nächtliche Sprayereien

20080322, LX 155, Mumbai - Zürich

Der Flughafen von Mumbai macht nachts keinen netten Eindruck. Auch die LH-Senator-Lounge ist sehr bescheiden: keine Zeitungen, keine gescheiten Mahlzeiten. So entschliessen wir uns, im Flug was kleines zu nehmen.
Weit gefehlt. Anstelle des warmen Abendessens wie beim Nachtflug von Dubai nach ZH oder Bangkok nach ZH gibt es in der Business lediglich 2 kalte Plättli. Gewichts-Wert am Migros-Buffet: 2.97 (die Verkäuferin rundet netterweise ab).
Crew fand das selber etwas mager und peinlich. Zur Desinfektion des Körpers gabs guten Rotwein (die Kabine wurde von einer FA versprayt).