20071001

Hotline bedeutet ....

20071001, im Gelände gegrounded

Heute erfuhr ich, warum die Hotline so heisst, wie sie heisst: Nichts als heisse Luft kommt von dort. Urteilen Sie selbst:

Das Problem: Ein simpler Zickzackflug Paris - München - Berlin - Zürich, Anfang nächster Woche.
Mit dem Computer geht Paris - München - Frankfurt - Zürich problemlos, 15k Meilen plus Kleingeld für die Jungs von der Tankstelle (für ihre Treibstoffzuschläge; solange kein Champagnerzuschlag kommt, kann ich damit leben.) Also nichts wie ran an die hotte Line. Da flötet die Dame, das Problem lasse sich leider leider nur mit einen kleinen Sümmchen von 1200 plus noch was CHF lösen. Und mit Meilen? Tja, das macht 2 mal One-way, je 22k Meilen, aber dann sitz ich in Berlin, dabei ist mein Koffer - anders als bei H.J. - gar nicht dort.

Es gäbe da einen kleinen Präzendenzfall, gebucht im Februar:
ZRH-MUC-VIE-FRA-ZRH, alles Eco, 4 Flüge, 40k Meilen, 2 mal über Schengen-Grenzen. Hat problemlos funktioniert.

Wenn das so gehandhabt wird wie hier, dann müssen die Paxen fürchterliche Umwegflüge machen, um für viel weniger Meilen an ihr Ziel zu kommen (z.B. 2 Flüge zu 15k usw.). Dabei macht die Swiss gerade ihre Umwelt-Imagepflege ...


Und hier unser Tipp: Auch bei der heissen Luftlinie gibts Schichtbetrieb. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jede zweite Person wirklich hilfreich ist und schon Sitze freigeschaufelt hatte, wo die andere gar nichts tun wollte/mochte. Fortsetzung folgt.

Noch tiefer ....

20070930, LX 646, Zürich - Paris

Heute wars besonders bitter - schliesslich ist aufgrund langjähriger Erfahrung meist wenigstens einer der beiden Flüge einer Strecke okay. Heute gilt die gleiche "Keine"-Liste wie beim letzten Flug, es kommen aber noch 2 wichtige Punkte hinzu:
Kein Carla-de-Ponte-Auflauf in der Lounge und keine feinen Eier-Häppchen in derselben. Diese vertragen sich insbesondere gut mit C., aber auch daran gebrach es unterwegs. Seufz...

Unterer Benchmark

20070928, LX 645, Paris - Zürich

Kein MC, keine Zeitung, kein g´scheites Getränk, kein C., keine Lounge (immer noch Umbau), kein gar nichts. Der neue untere Benchmark.

20070928

Sprechen Sie spenglisch?

20070924, AF 5106, Paris - Zürich / 20070926, AF 5109, Zürich - Paris

In der Luft hat Europa längst keine Grenzen mehr - und über die Unterschiede zwischen AF und dem Angebot bei Cityjet wurde hier schon mehrfach berichtet (Stichworte: Maschine aus Irland, Kabinencrew aus Spanien, Cockpit nicht identifizierbar und die Paxen kommen aus dem Meer. Denn nur Sardinen passen in die 3 plus 3 bestuhlten BAE-146, die jetzt fast alle mit neuen Kunststoffpolstern versehen wurden.)

Das Beste bei AF sind die Weine an Bord (deutlich besser als LX, LH oder BA), bei Cityjet-Flügen spielt auch die Tagesform der Besatzung eine wichtige Rolle (hin okay, retour mies).

Zudem verfolgt AF eine merkwürdige Sitzbelegungspraxis: Paxen mit teuren Eco-Tickets werden alle vorne reingequetscht, hinten bleiben Sitze leer (nicht prätentiöse Paxen wie meine Wenigkeit wecheln dann).

Richtig schlecht sind die Bus-Transfers in CDG, die oft 10 Minuten dauern, verbunden mit einer Flughafen-Rundfahrt um den neuen Terminal-2E-Teil. Eine Reise dauert deshalb rasch einmal 30 Minuten länger, als im Flugplan angegeben, auch wenn der Abflug halbwegs pünktlich ist.

Wer rasch boarden möchte, muss sich im Bus unbedingt an die vorderer Türe rechts stellen, nur die wird aufgemacht (Franzosen neigen dazu, den Freiheitsdrang ihrer Landsleute mit Feldweibel-ähnlichen Allüren zähmen zu wollen, sie öffnen deshalb nur eine Türe).

20070924

Wo ist der Senator?



20070924, LX 1574, ZRH-VIE in Eco

Wieder einmal der Test in der Senator Lounge: Zeitungen sind um 0630 alle weg (na ja, ausser man möchte FTD oder FAZ lesen, oder eine mit dem netten Kleber "Lounge only"). Die Gipfeli, welche förmlich nach Transfettsäure schreien, sind auch nicht wirklich spannend, dafür bediene ich mich seit kurzem am netten Früchtekorb. Der Hammer aber dann im Flieger: 36D. Ich weiss immer noch nicht wie ich das verdient habe. Hinterster Sitz. Grrrr.

20070923

Lounge zu, aber guter Ersatz

20070921, LX 645, Paris-Zürich

Die alte Regel (jeweils ein Flug ist sehr gut, der andere sosolala - bestenfalls) bestätigte sich auch hier: Morgens hin, abends mit erwähntem Flug retour. Weil in Paris die Lounge wegen zu geschlossen ist (Refreshing war dringend nötig), deckte ich mich onshore ein (vom Restaurant gleich bei den Gates rate ich dringend ab, es fliegen von diesem Terminal BA-Flüge nach UK und weitere Airlines nach Osteuropa ab und die Paxen pflegen jeweils die Sandwiches gründlich in die Hände zu nehmen und zu kneten, um zu prüfen, was genau drin ist, weil niemand wirklich die französischen Beschriftungen lesen kann/will/mag).

Item: Unverhofft gabs ein Upgrade in die C, dabei war Eco weissgottnicht voll. Das da Gereichte war ein mehr als nur ein guter Ersatz für die Lounge (nur wer wirklich salzige Erdnüssli mit einem mediocren Bordeaux-Wein runterspülen mag, kam hier auf seine Kosten). Zudem gabs - noch - vom genial guten spanischen Rotwein, den Nachfolgewein hatte ich am Abend vorher geprüft, der ist okay, aber nicht ganz so gut).

Kurzum: Danke dem edlen Spender fürs Upgrade!

20070921

Wenn die Maschine zu kompliziert ist ...

19.09.07, LH 459, San Francisco-München

Rund 3h nach dem Start - die Leute um mich herum schliefen ebenfalls fest - wollte der Pax hinter mir irgendein Item aus dem Bordverkauf mit Meilen kaufen. Nein, dann doch lieber mit Geld. Hoppla, nein, doch wieder mit Meilen. Allerhand Storno-Transaktionen also. Das Problem ist nur, dass die 2 FAs das nicht im Griff haben und lautstark im Gang diskutieren müssen. Sie habens auch dann noch nicht gelöst gehabt, als alle wach waren. Morgens brachte der Purser immerhin 2 Espressi zum aufwachen ...

20070917

Vorsicht, Tests!

Was wird von den Pursern weiter geleitet? Unterschlagen sie einfach negative Kritiken? Gewisse Indizien haben wir: Wenn man als guter Kunde ein nettes Feedback schreibt, gibts nach einigen Tagen einen Anruf aus einem Call-Center in Irland (35er Vorwahl). Bei kritischen Kommentaren gabs noch nie ein Feedback.
Hokus Pokus Fidibus? Wir haben deshalb die letzten 2 Kommentare mit den Feedback-Formularen zu solala-Flügen zum Anlass genommen, zu checken, ob die Kommentare, die einmal unspezifisch, einmal sehr spezifisch formuliert gewesen waren, von den LH-PurserInnen, an die diese abgegeben worden waren, überhaupt weiter geleitet werden (oder schlicht entsorgt werden).
Mehr dazu in einer Woche.

Es gibt sie noch ....

16.09.2007, LH 458, München-San Francisco

Es gibt sie noch, die Flüge, wo man am liebsten einen Fallschirm dabei hätte: Purserin lässt sich nach 3 1/2 zum ersten und letzten Mal blicken, verspricht Abhilfe (beim üblichen Getränke-Nachschub, nach 2 Absagen), aber die stellt sich nicht mehr ein und nach der 4. Absage ("nein, das haben wir hier nicht nur .... ") vergeht einem die Lust, überhaupt nach etwas zu fragen (beispielsweise Wetter, schöne Aussicht ...). Hier liegts wieder mal an den Pursern: Entweder sagen sie beim Briefing ihren Leuten nicht, wo die besten Kunden sitzen oder das (durchschnittlich freundliche) Kabinenpersonal hat beim Briefing geschlafen (und dann müssten sie die Purser zwischendurch wecken).
Das beste an diesem Flug war hier das Lounge-Personal in München. Es machte ohne Diskussionen ein exzellentes Club-Sandwich fertig, gleich in Alu verpackt, war um Längen besser als alles, was es sonst so gibt.
In SFO gibts übrigens nach wie vor keinen brauchbaren Abhol-Service, der einen (wie in ERW oder BOS) rasch durch die Immigration schleust.

20070916

München-Frankfurt: 1:1

16.09.07

Heute gehts hier nicht um Fussball, sondern nur um den kulinarischen Vergleich der beiden First-Lounges.
Vor 3 Wochen war das Angebot in MUC noch etwas frugal, jetzt gab es die Gelegenheit, das Luch-Angebot und a la Carte-Gerichte zu testen. Hier die Ergebnisse:

- Speisekarte: MUC und FRA etwa gleich lang/gross, in MUC ein kleines A5-Büchlein, in FRA ein Blatt auf dem Tisch.
- Buffett: In FRA nach wie vor breiter, besser, einfach anders als MUC.
- A la carte: Tesst-Vergleich: Steak-and-Salat in FRA vs. Filet in MUC: par.
- Suppen: Tom Kha Gai in Frankfurt vs. Tomaten-Kokossuppe: par.
- Salate: Buffet in FRA etwas besser. Vorteil FRA.
- Getränke: In FRA immer noch entscheidend besser (mehr Weine, v.a. Prosecco im Angebot).
- Personal: In MUC deutlich aufgeholt. Von der Tagesform abhängig, machmal Geisterbahn, machnmal superb. par.
- Extras: In FRA gibt einem das Personal, wenn man es kennt, eine kleine gute Weinportion mit (bei vielen Gates im A-Bereich muss man nicht mehr durch eine Security). In MUC: On demand machen sie ein gutes Club-Sandwich für lange Flüge mit Papp-Essen (in allen Klassen) fertig. Ohne grosses Theater.
Fazit: Im Wettlauf der Flughäfen um die beste First-Lounge hat MUC deutlich aufgeholt. Von den Star Alliance Hubs liegt ZRH ziemlich zurück (Ausnahme: Lindor-Kugeln, Chips, Erfrischungstücher), Wien bleibt chancenlos (Angebot für sehr gute Kunden ist auf der Höhe eines angemessenen Business-Flieger-Angebots - schlicht inkazeptabel).

20070915

Die armen LH-Paxen

20070915, LH3745, ZRH-MUC

"Nein, wir können Sie leider nicht ans Flugzeug fahren, auch wenn es an einer Aussenposition steht" sagt die nette Frau S. in der First-Lounge in ZRH. "Die LH zahlt nämlich nichts dafür, deshalb machen wir das nur, wenn Passagiere im Swiss-Kontigent eines Codeshare-Fluges sind."
Das ist ja ein schöner Service. "Viele LH-Passagiere hatten sich deshalb schon beklagt, aber mit der neuen Lounge soll alles besser werden, dann sollen LH und auch AUA zahlen..."
Wieder mal ein schönes Beispiel, wo die Marketing-Heinis Sachen versprechen, welche operativ nicht eingelöst werden können (siehe die entsprechenden Passagen auf der Miles-and-more-Webseite). Wir meinen nur: Nicht eingehaltene Vielflieger-Versprechungen haben kurze Fluchtwege...

Vielleicht werde ich doch noch Pavarotti-Nachfolger?

20070907, FR, FRA

Call bei der Hon-Circle-Hotline der Swiss, behufs Umbuchung. "Sie, ich kann Ihnen keine Auskunft geben, ich kenne Ihre Stimme nicht" schepperts am Telefon deutschweizerisch-akzentiert (mir persönlich sind die Damen X. und Y. am liebsten, die haben hörbar franz. Muttersprache und schon die tollsten Sachen für mich geschafft und grössere Wunder vollbracht). Seither stellt sich für mich nur die eine Frage: Wenn ich Pavarotti gewesen wären, hätte ich nur einige Takte einer Arie singen müssen, dann hätte man mich in jedem Call Center weltweit erkannt. Ich glaube, ich sollte seine Nachfolge antreten. Ob ich mit meiner dauernd aufgerundeten 4 in der Primarschule und im Gimi eine Chance hätte?

Lieben Sie Klassik?

Swiss macht eine Verlosungs-Einladung für ihre besten Kunden, wenn sie Okt-Nov 150'000 Statusmeilen fliegen: Mozarts Zauberflöte in Wien, inkl. Business-Flüge ab Wohnort (resp. nächstliegendem Flughafen).
Als Cumulus-Punkte-trainierter Rechner machen wir folgende Milchmädchenrechnung: 150k Meilen, entsprechend 3 1/2 First-Flügen nach Los Angeles, pro Flug 12'000 CHF müssten mit Tickets im Wert von rund 45'000 CHF erreicht werden (bei Kurzstreckenflügen sieht die Rechnung noch ungünstiger aus). Die Prämie (aus der Sicht einer Airline, Flug: intern umsonst, Hotel: Corporate Rate, sagen wir 200 Euro, Tickets fürs Konzert 2 mal 100 Euro gleich rund 600 Euro, resp. 950 CHF) entspricht runden 2% der minimalen Fluggkosten.


Hier unsere Alternative:
Tickets via Internet (Sitzkategorie kann gesteuert werden), SAS Radisson (am Opernring, gleich bei der Oper, trendig, ruhige Zimmer hinten raus) für 200 Euro (via Expedia, Travelocity), Flug mit eigenen Meilen (die kriegt man sonst eh nicht los) plus die Gebühren (sagen wir 200 CHF) --- das perfekte Geschenk für die PartnerInnen zu Weihnachten. Also, dafür lohnt es sich doch, mit Air France oder British Airways zu fliegen, oder?

Immer diese Männer ....

20070914, LX 1077, Frankfurt-Zürich

Meine Lieblingslounge in Frankfurt ist im A-Terminal, gleich am Knick des Gebäudes, dort ist die beste First Lounge, meistens schön leer, keine deutschen Gockel-Männer und ihre Begleiterinnen, die das Personal von oben herab behandeln. Item, auch an diesem Tag machten die Leute einen superben Job - inkl. speziell zubereitetem Fruchtsalat 5 Min., bevors los ging.
Der anschliessende halb leere LX-Flug war wie ein Downgrade in die Eco von Biman (Bangladesh Airlines). MC war übrigens wieder einer der alten Männer. Wie gesagt, es gibt viele nette Gentlemen bei der Swiss, die MCs sind, aber ich erwische halt oft die anderen.
Kleiner Tipp: Ein Hon wurde direkt vor mir von der Zollkontrolle rausgenommen. Dress: Anzug. Sehr viel grosses Gepäck. Die Kerle vom Zoll sind offenbar darauf trainiert, bei viel Gepäck nachzufragen, wie lange man weg gewesen war, um dann weiter zu schauen. Konsequenz: Einfach gut auf alle Mitreisenden verteilen ...