20080616

Brumm brumm ....

20080611, AF 1438, Paris - Wien

AF hat einige uralt-320er, leicht erkennbar an den fehlenden Winglets an den Flügeln. Die sind auch in der Kabine etwas muffelig und wirken wie eine B737, die mit Caravelle-Ersatzteilen ausgestattet wurde. Zudem sind die Rumpf-Segmente gar nich schön zusammengebaut - dazwischen klaffen Lücken und aerodynamisch wirkt die Sache auch nicht.
Item - gleich beim Start, so in 50m Flughöhe, fing es an, auf meiner Seite zu brummen. So auf der Höhe der Reihe 6, wo die Frachtraumtüre unten drunter nicht ganz zu gewesen zu sein scheint. Wohl dem wie ich, der nur Handgepäck dabei hat und wenigstens nicht das eigene Gepäck davon purzeln sieht.
Den beiden Gentleman vor mir war die Sache auch nicht geheuer und sie bereuten es offenbar bitter, dass sie mich verlassen hatten (AF hatte uns zu dritt in eine Reihe gequetscht, die Reihen vorne und hinten waren indes ganz leer geblieben). Immerhin hätte ich Händchen halten können?
Nein, doch lieber nicht, Auf Reiseflughöhe verschwand das Geräusch, die Vorderleute griffen beherzt zu Champagner, die Landung war ein Kinderspiel. Keine Feuerwehr an der Piste, gar nichts, irgendwie enttäuschend, zumal ich am Wochenende gefragt wurde, ob ich bei meinen vielen Flügen nie was erlebt hatte (verklausuliert: nie abgestürzt war). Haarscharf entging ich hier meinem ersten Absturz, würde ich das nächste Mal berichten ...
Ach ja: Verspätungen, wie üblich. Extrem minimalistische Crew: Essen abwerfen, verschwinden, 1h weg, 2 Minuten einsammeln, "ahoi, fliegen Sie bald wieder mit uns". Flog da jemand mit?

Raus aus dem Wochenende ...

20080609, AF 2511, Hamburg - Paris

Die LeserInnen dieses Blogs wissen, dass der Montagmorgen nicht nur für Maschine und Crew, sondern auch für Menschen eine Strapaze sein kann, zumal AF die Paxen pünktlich um halb 7 Uhr in die 7-Uhr-Maschinen scheucht, um dann den Cäptn in einer Sprache, die er für englisch hält, erklären zu lassen, dass man erst um halb 8 los kann, weil die bösne Kerle in Frankfurt keinen Slot früher hatten.
Heute wars an Anfang anderes - vielleicht waren diese Kerle in Frankfurt von der EM so strapaziert, dass sie vergassen, in welcher AF-Maschine die Fussballnationalmannschaft fliegt (der man einige Schikane-Warterunden aufbrummen könnte...). Start um 7, Landung um 8.15 in CDG - abgesehen von Ankünften aus den USA war ich nie so früh hier.
Deshalb dachte sich wohl die Bodenbesatzung, das korrigieren wir gleich wieder mit einigen netten Bodenübungen: Flughafenrundfahrt im Flugzeug (ergo parkieren in der hintersten Ecke), dann mit dem Bus (Anfänger, der Fahrer), Rush-Hour bei der Bus-Ankunft, das übliche Puff im Terminal, Bus in die Stadt vor der Nase weg, der nächste 30 Min. später, langsam, sammelt viele viele Leute auf ... Am Schluss hatte sich der kleine Vorsprung in einen 60-Minuten-Rückstand gewandelt.
Wer soll noch hüher LHR jammern?

Der Muffin Ersatz


Endlich ist es so weit. Ein Rosinenbrötchen anstatt Muffin auf Swiss Flügen. Entschuldigend hat die FA gesagt dass es noch kalt sei aber dann bald sich aufwärme...nach dem ersten Biss würde ich eher sagen: vom Regen in die Traufe

20080606

Auf der Warteliste ...

20080605, LH 024, Frankfurt - Hamburg

Bei rechtzeitiger Buchung (24h vorher) und teurem Ticket (traf hier zu) garantieren die Vielfliegerprogramme für die guten Kunden einen festen Sitz.
Hier war 90 Min. vor Abflug noch gar keiner vorhanden. Auch 60 Minuten vorher nicht. 30 Minuten vorher fragte ich die Lounge-Damen, wie die Aktien so stehen. Sie sagten nur, die Warteliste würde 15 Minuten vor Abflug aufgemacht.
Am Gate sah es so aus, als ob eben das letzte Rettungsboot abgefiert worden war. Ich bekam gerade noch ein Upgrade (neben einen Gentleman, der den Sitz schon mit Handgepäck verbaut hatte). Der grösste Vorteil in Hamburg: Man ist so in 5 Minuten am Taxi.

Das ist doch das Gipfeli!

20080605, LX 1070, ZRH - FRA

Normaler Flug, normaler Ablauf, keine Turbulenzen. Kurz vor der Landung kommt MC und fragt, ob sie noch was tun könne. Was männliche MCs selten schaffen, kriegt sie locker hin: Noch ein (leider kaltes) Gipfeli und, zum runter spülen, einen ordentlichen Kaffee.

20080602

Woseliwo bleibt die Treppe?

20090602, AF 1135, Berlin - Paris

Heute reden wir nicht von den üblichen kleinen Shopstoppern bei AF (muffelige Crew, muffeliges Bodenpersonal, muffeliges Essen), sondern von einem neuen kleinen Hindernis (denn die Crew war okay und das Security- und Bodenpersonal in Berlin ebenfalls). Nachdem der Cäptn uns schon zur Startzeit gesagt hatte, dass wir einen Slot erst 30 Minuten später bekommen würden, summierten sich die kleinen Verspätungen (inklusive West- statt Ostanflug in Paris, lange Wege am Boden) auf eine knappe Stunde.
Nachdem die uns in einer entfernten Ecke hingestellt hatten, warteten wir .... und warteten wir .... auf die Treppe. Unendliche 10 Minuten später kam sie, die Treppe, und die stand in einem gewissen Gegensatz zum Rest (AF fliegt diese Strecke mit modernen A318ern): ein verbeulter kleiner Traktor mit hustendem Motor schleppte die Treppe zu uns, der Fahrer musste dann mit einer Handkurbel die Höhe einstellen. Wer bis jetzt noch nicht in Galgenhumor verfiel, tat es jetzt.
Ausser die 20 Paxen, die Anschlussflüge verpasst hatten. 2 von ihnen wurden direkt an der Treppe abgefangen, die anderen mussten in den Terminal. Die 2 von der Treppe waren ein sympatisches, älteres Paar aus den USA (sie sassen in der Lounge gegenüber), die heute Abend in New York nach der Landung ihr Gepäck nicht finden werden.
So sieht ein ganz normaler Tag bei AF aus ...

20080531

Rein ins Wochenende - dank "se Flugleitzentrale"

200805030, LH 192, Frankfurt - Berlin

Wenn man in Frankfurt alle Termine hinter sich hat, gibts nur eins: Rasch raus, nächsten Flug nehmen und ab ins Wochenende.
Das ging hier auch sehr gut - Check-in war ausnehmend freundlich, Lounge (A, oben) ebenfalls, pünktlich zum Gate, kurzes Warten, boarden .... und dann fings an zu gewittern. Um 19.20 war Boarding, gestartet sind wir dann um 22.40 Uhr. Dazwischen gabs immer wieder mal Wasser oder Jus. Hinten im Flugzeug standen die Paxen so wie im 11er Tram während der Stosszeit, vorne wurde entweder gearbeitet, gedöst, telefoniert, gesimst oder geschlafen.
Im Flug gabs dann als "Entschädigung" Sekt und Rotwein auch für Eco-Paxen. Als die Purserin mit den Wein mit der Bemerkung "das ist aber eine Ausnahme, das gibts sonst nicht in der Eco" reichte, sagte ich nur, ich bekomme hin und wieder bei LH Rotwein in der Eco, aber nur bei Purserinnen und Crews, die wüssten, wo ihre besten Kunden sitzen. Die Dame hat nicht reagiert.
Dafür der Cäptn. Stimme wie George Clooney, optisch wie ... naja, anders, das Gegenteil eben. Item: Alle 40 Minuten gabs ein Update, dass nichts geht. Erst um 22 Uhr hiess es dann, wir seien der letzten Berlin-Flug des Abends, der noch los gehe (die 2 weiteren waren gecancelled worden). Und dann kam die Ansage auf englisch. "Sänks to se griin lait of, we sei sis in dscherman Flugleitzentrale, wii kän flei sis iwening ...". Ich hoffe nur, keiner der englischsprachigen Paxen hat eine Panik-Attacke bekommen. In den USA sind solche Ansagen Routine. So Routine, dass jedes Kind weiss, dass Air Traffic Control gemeint ist, wenn der Cäptn von ATC spricht.

Flugzeug aus dem Hangar

20080530, LX 1070, ZRH - FRA

Bei den kurzen Morgenflügen sind die Verspätungen meistens grösser als die Flugzeit. Diesmal sah es auch wieder mal düster aus: Als wir 2 Hons aus der Lounge in die Limo gescheucht wurden, wurde der Jumbolino erst aus dem Hangar geschleppt. Und erst danach kam das Catering (und nicht, wie oft, schon im Hangar). Vor dem Flugzeug mussten wir 5 Min. in der Limo warten, danach konnten wir als erste boarden und ein paar Min. später kamen dann die anderen Paxen.
Dennoch gings halbwegs pünktlich los, obwohl 1 US-Paxe mit viel viel zu grossem "Handgepäck" in die Business-Kabine gelassen wurde und gleich den Platz von drei anderen blockierte.

Kleine Entschuldigung

20080529, on the ground

AF meldete sich nach der Verspätung von gestern mit 1 Standard-Email, ein paar bedauernden Worten und schreibt 2000 Meilen gut. Die sind auf dem richtigen Weg. Wobei: Ich fände Gutschriften nach lausigen Flügen ebenfalls gut.

20080528

Noch eine schlechte Airline: Air France!

20080528, AF 5111, Paris - Zürich

Wenn der Flug aufgrund technischer Probleme und Maschinenwechsel schon verspätet ist, denken wir uns, macht die Airline alles, um die Reise so angenehm wie möglich zu machen.
AF scheint das nicht zu kümmern: Miserabler, lustloser Service in der Kabine, falsche Ansagen aus dem Cockpit, vom notorisch schwachen Ground-Service in CDG ganz zu schweigen (denn darunter leiden alle Paxen aller Airlines).
So wurden es am Schluss 2h Verspätung statt einer, inklusive Verspätung beim Handgepäck-Ausladen, Busfahrt .... kein Wunder sprach der CEO kürzlich davon, dass es ein sehr hartes Jahr werde, weil die Paxen davon laufen.

20080526

Teamwork bei AF

20080523, AF 5111, Zürich - Paris

Wenn man in der ersten Eco-Reihe ist und vorne nur 2 Paxen sitzen, lässt sich das Treiben und die Arbeitsaufteilung einer Crew besonders gut verfolgen. Hier beliess es die Purserin mit dem Verteilen der 2 Tablare für die Business-Paxen. Danach verschwand sie wieder und las in aller Ruhe Paris Match in der Küche.
Hinten schufteten sich derweil die 2 spanisch sprechenden FAs mit ihren 90 Paxen einen ab.
Ein schönes Teamwork ....

Von Waschweibern umzingelt

20080521, LX 41, Los Angeles - Zürich

Damen unter uns: Ueberspringen Sie diesen Eintrag.
Sind Sie weg?

Gut, fein, jetzt sind wir unter uns. Also, ich hab schon viele Feten und laute Paxen an Bord erlebt, 98% war der Männeranteil. Diesmal hatte ich 3 italienisch-schweizerdeutsch schnatternde Damen um mich rum, die so alles taten, um den schlafenden Paxen (die Rede ist von meiner Wenigkeit, ich nickte beim Push-Back ein) zwischendurch zu wecken (die Dame hinter mir mit gezielten Tritten und Püffen in die Rücklehne). Ich habe noch nie so etwas Rücksichtsloses erlebt. Weder von lauten Mackern noch von Kindern.
45 Minunten vor der Landung kam dann der MC, er sagte, ich habe bisher immer geschlafen und deshalb kam er nie vorbei, und als ich ihm von meinen lauten Nachbarinnen berichtete (die sich genau in diesen Sekunden totstellten), lotste er mich auf den letzten freien Sitz in der First, wo es noch einen reichlichen Zmorgen inklusive Espressis von 2 sehr fixen FAs gab.

Der Titel der schlechtesten Airline in den USA ...

20080521, UA 1553, Las Vegas - Los Angeles

Wenn es eine Airline in den USA gibt, mit der ich nur schlechte Erfahrungen gemacht habe, dann die United-Billigtochter TED. Unfreundliches Abfertigungspersonal, denen es zu viel Mühe macht, die Miles-and-More-Nr. einzutragen, kein Priority-Sticker am Tag (bringt am nächsten Tag 15 Min. längere Wartezeit), wieder mal ein schmuddeliges Flugzeug mit versifften Sitzen (obwohl der A320 relativ neu ist) und weil es ein paarmal gerüttelt hatte, warnte uns der Cäptn schon vor dem Start, dass es nur einen "reduzierten" Service geben würde. Na dann los.
Wir sassen in der allerletzten Reihe, in der Küche hinter uns hielten die FAs einen gemütlichen Schwatz - und auch als wir ruhig flogen, regte sich nichts. Lediglich vor der Landung huschten die Damen kurz durch die Kabine, um die Gurten zu checken. Die sollen lieber gleich sagen, dass sie kein Geld mehr für Getränke haben (oder keine Lust mehr zu arbeiten?).

20080520

Es gibt sie noch...


...die guten alten Menü Karten auf Europa Flügen wie hier auf einem Austrian Flug von Wien nach Zürich. Und wie schon einige Male erwähnt, die Qualität von Do&Co ist schlicht Lichtjahre besser als der Swiss Einheitsfood.