20080821

Ach, die Limo ....

20080821, LH 3721, ZRH - FRA

Es gibt einige LH-Flüge ex ZRH, die werden in Frankfurt direkt an den A-Concourse gestellt. Wo unsereins denkt, cool, 15 gesparte Minuten, wenn wir direkt ins Gebäude können, macht das Fraport anders: alte Treppe hinten ranstellen, dann sagt die Purserette: "Bitte stiegen Sie hinten aus, es wartet ein Bus für Sie unten ..." Eine Limo gibts natürlich nicht, für solche Fälle, das Flugzeug steht ja am Concourse ....

20080820

Fliegen Sie mit MC Hr. L.

20080819, LX 645, Paris - Zürich

Der Check-In ist in CDG normalerweise immer so, wie mein Co-Blogger kürzlich in Zürich festgestellt hat: Desinteressiert, unfreundlich, halb eben so richtig public service à la francaise.
Deshalb steuerte ich auch diesmal gleich den separaten Schalter an, um mir den Boarding-Pass (nur mit Handgepäck) abzuholen. Allerdings waren die beiden Gentleman dermassen mit was anderem beschäftigt, dass sie mich gleich zum normalen Schalter schickten. Das heisst in der Regel: Gepäck wiegen lassen, abgeben müssen (egal wie gross es ist - das Gewicht ist hier der Showstopper) und evt. in ZRH wieder zu sehen.
Ich war Nr. 2 in der Kolonne, vor mir 1 Freak mit vielen Rucksäcken und Taschen. Die Dame am Schalter sah mich aus einiger Distanz, sagte dem anderen Paxen nur "moment mal" und drückte mir den Boarding-Pass in die Hand mit dem Kommentar: "Nanu, haben Ihnen meine Kollegen da vorne nicht geholfen?" Sie hatten nicht, siehe oben.
Flug mit MC Hr. L. war sehr angenehm - er kannte mich noch von anderen gemeinsamen Strecken, die ich längst vergessen hatte. Zeitungen, Essen, Getränke, auch Cocktail vor dem Start, es war alles da und gab alles (in der zu einem Drittel vollen C-Klasse).

20080818

Schokolade? Aber bitte mit Mango ....

20080818, LH 4310, Berlin - Paris

Vielleicht kennen Sie noch das Lieg von Udo J. "aber bitte mit Sahne". Zu dieser Melodie hätte ich heute den Titeltext singen können - die nette Crew packte mir 1 kleines Säckchen der neuen Schokolade ein, die hat gerade Mango-Geschmack.
Die Lounge in Berlin hatte übrigens, auch das ist 1 Premiere, alle wichtigen Morgenzeitungen parat, inklusive Spiegel.

Netter Abendflug ins Wochenende

20080815, LH 190, Frankfurt - Berlin

Abendflüge ins Wochenende haben es in sich, zumal man in FRA mit der Limo gelegentlich erst sehr spät gebracht wird (hier wurden noch eine Süddeutsche und 1 Spiegel-Heft) organisiert). Item: Der Purser tat sein bestes, um die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten ("bei Ihnen ist ja alles schwer" meinte er zum Handgepäck von - ich kanns wirklich empfehlen, Luggage Works, und zum Kittel, weil da Blackberry und 3 Handies auch noch reingequetscht waren). Zur Landung kam er mit der angefangenen Flasche Rotwein (der hier aus Spanien war wirklich okay) und wünschte 1 schönes leichtes Wochenende ... So schön können LH-Flüge sein.

Die Gipfelischmuggler - und woseli ist die Limo?

20080814, LX 1070, Zürich - Frankfurt

Die nette FA brachte es fertig, ein Gipfeli zu mir (in Reihe 30plus) im A319 zu bringen (oft werden hier enge Jumbolinos eingesetzt). - Am Boden wartete 1 Limo mit 2 Namen auf dem Schild, meiner (Harzenmoser) war der obere -- egal, als ich am Fuss der Treppe war, haute die Limo direkt vor mir ab. Den Leuten bei der LH-Hotline oder tags drauf im First Class Terminal wars sichtlich ziemlich egal.

Zum Glück war sie da ...

20080812, LX 645, Paris - Zürich

Ich mag diesen Flug nicht wirklich: Das Bodenpersonal ist schrecklich, nimmt 5kg-Taschen ab, die Lounge ... - Item: Ich brachte meinen kleinen Luggage-Works-Rolli (der leer schon so schwer ist wie das zulässige Handgepäck) problemlos am Check-In vorbei, ersäufte meine Flug-Antivorfreude dort mit etwas Wein (und unterlegte das ganze mit einem Salat aus dem Monoprix). - An Bord ging es nur 10 Sekunden, dann kam MC, Frau B. und setzte mich, wie üblich, nach vorne, in eine gähnend leere C-Klasse (2 weitere Paxen, 20 leere Sitze).
Das war Rettung in letzter Sekunde, zumal auch die Ground-Anschlüsse alle klappten.

Mein Sitz - Dein Sitz

20080807, LH 228, München - Berlin

Vielleicht kennen Sie das - Sie schauen gleich beim Boarden rasch auf den Boarding Pass, merken sich Ihren Sitz (15D) und direkt vor ihnen sagt der Abfertigungsmann: "Da hab ich doch noch 15D für Sie gefunden" zur Passagierin, die direkt vor einem einsteigt. Spielen wir hier "Mein Sitz - Dein Sitz"? (eine kleine Abwandlung der Bac-Reklame von 1975?)
Hier reichte es zu einem Upgrade (inkl. sonst immer verschmähtem Fensterplatz, der 1h lang Flug entlang an einer Wetterfront bedeutete). Allerdings war ich auch hier froh, schon am Boden in der wie immer ausgezeichneten Lounge gegessen zu haben - beim Essen auf solchen Flügen könnte sich LH locker verbessern - das Budget stiege etwa von 2.12 Euro auf 3.52 Euro pro Paxe).
Allerdings ist damit ein weitere Problem nicht wirklich gelöst - die C-Klasse ist Senatoren-Territorium, inklusive Balzverhalten und Territorialansprüchen. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Der Abendbummler

20080806, LH 982, Frankfurt - München

Solche "Abendbummler" können recht mühsam werden, wenn man lange auf Anschlusspaxen warten muss, Slots verpasst und am Ende an eine müde Crew kommt.
Hier war nicht mal die Crew müde - sie raaste zwar durch die Kabine, sparte sich aber alle Extras auf (ich sass im A321 weit weit hinten). Da lohnt es sich bestimmt nicht, ein Blick auf die Passagierliste zu werfen oder?

Sie können ja auch anders ....

20080806, AF 1518, Paris - Frankfurt

Flüge, die wie dieser hier von AF mit "richtigen" AF-Maschinen und Personal geflogen werden, können (in der teure "Tempo"-Eco-Klasse) locker mit LH oder LX C-Klasse mithalten, wenn sie, wie hier (danke Sommerferienzeit in Paris) schön leer sind. Empfehlenswert - trotz abgelegenem Standplatz in FRA.

20080814

Ist das die ultimative Customer Experience?

20080813 ORD-ZRH LX 9

Nachdem ich gestern einen neuen Lieblings Flughafen entdeckt habe (zumindest für Abflüge), hat sich die Euphorie über ein durchgehendes Kundenerlebnis wieder gelegt. Zuerst jedoch das gute an der Sache:

Das Abflug Prozedere in Chicago O'Hare ist eine fantastische Sache:
- Taxi hält wenige Meter vor dem Check-in Schalter
- Personal ist sehr freundlich und der ganze Check-in Prozess dauert etwas die Hälfte der durchschnittlichen Zeit in Zürich
- Security ist gleich um die Ecke, ca. 50 M
- Auch das Personal an der Security ist sehr nett und alles läuft reibungslos
- Nach der Security muss man noch kurz stolpern und schon landet man in der Lounge. WLAN inkl., Essen jedoch bescheiden, aber immerhin Nespresso. Lecker.
- Danach sind es noch einige Meter zum Gate und Basta!

Jetzt aber das weniger erfreuliche Element des Kundenerlebnisses im Flieger:

- Die Crew war sehr unmotiviert
- Ich hatte Sitz 5 K, d.h. ich war so ein bisschen hinten rechts in der Ecke, das mag einiges entschuldigen :-(
- Der MC lässt einfühlsam uns wissen, dass er entschieden hätte, auf den Aperitif zu verzichten, damit wir mehr Nachtruhe haben. Man sei aber informiert, dass der Flug um 1910 O'Hare verlässt, somit ist noch lange nicht Zeit zum schlafen.
- Die Menükarte kommt nicht bis zu mir, na ja, damit kann ich noch umgehen
- Dann kommt die Bestellung des Dinners, logischerweise weiss ich nicht was ich bestellen soll, weil ich ja die Karte nicht habe. Mein Nachbar hilft mir bei der Entscheidungsfindung.
- Dann kommt die Vorspeise, ich bestelle dazu Rotwein. "Welchen hätten Sie denn gerne?" - "Bordeux, vielen Dank"
- Dann kommt die Hauptspeise, trockener Lachs. "Was wollen Sie dazu trinken? - "Nochmals ein Glas Rotwein bitte" - "Welchen hatten Sie" - "Bordeaux"
- Danach kommt die Dame nochmals vorbei: "Möchten Sie nochmals was trinken?" - "Ja gerne noch etwas Rotwein" - "Welchen hatten Sie schon wieder" - "immer noch Bordeaux" (früher wussten die Damen und Herren noch den Namen, heute nicht einmal mehr die Getränkewahl)
- Dann habe ich etwas geschlafen. 45 Minuten vor der Landung bin ich aufgewacht. Das Frühstück war schon wieder weg bei meinen Mitpassagieren.
- Was denkt der aufmerksame Leser, was ich zum Frühstück erhalten habe.
- Richtig: Nichts

Somit die Frage: ist dies das umfassende Kundenerlebnis? Ich hoffe nicht, Swiss kann es besser. Aber um dem Qualitätsanspruch zu genügen benötigt es nicht nur ein gutes Inflight Magazin, sondern vor allem humane Faktoren die den Kunden begeistern.

20080811

Der Espresso Test


20080810 ZRH-ORD LX 8

Ich sitze auf Platz 4A, so gleich hinter der dicken Business/First Class Wand. Da möchte ich wieder einmal den Espresso Test machen.

- "Gnädige Frau, könnte ich bitte einen Espresso haben?"
- "Ich kann ihnen einfach einen normalen Kaffee geben, dafür etwas weniger rein füllen"
- "Hmmm, manchmal gibt es den (N)Espresso von da vorne...?" (die F Galley ist etwas näher als die C Galley und in F sitzen gerade mal 3 Leute, nett gefragt habe ich übrigens auch)
- "Leider kann ich ihnen nur einen normalen Kaffee anbieten"
- "Na gut, dann nehme ich einen normalen Kaffee"

Mein Blog Compañero hat hier etwas mehr Erfolg als ich, aber ich gebe nicht auf, auf dem Rückflug probiere ich es wieder.

Ansonsten war es ein guter Flug, nicht wirklich umwerfend, aber solide Leistung. Bravo.

20080810

Unmotiviertes Check-in

20080810 on the ground

Heute Vormittag am Check-in. Die Dame in höchstem Hochdeutsch: "Entschuldigen Sie, der Schalter ist geschlossen. Ist es noch nicht oben angezeigt?" - "Nein".

Beim nächsten Schalter.

- Herr F. schwatz mit seiner Kollegin, ich lege alle meine Dokumente hin, er schwatzt weiter.
- Dann auf einmal. "Wohin fliegen Sie?" (das mit dem Grüezi hat er wohl aus Effizienzgründen eingespart)
- Ich: "Chicago". Er schwatzt wieder mit seiner Kollegin.
- "Wohin fliegen Sie?" (zum zweiten Mal, obwohl es auf dem API Formular auch steht.
- Irgendwann kriegt es dann doch hin, die Bordkarte auszustellen und das Gepäck entgegen zu nehmen
- Ich frage dann: "Könnten Sie mir bitte noch eine Flugbestätigung für den Rückflug ausdrucken? Wäre noch gut, dann erübrigen sich die Fragen am Zoll in den USA"
- Er telefoniert irgend etwas und sagt dann, ich solle den Ausdruck beim Supervisor abholen
- Beim Supervisor ist dann natürlich niemand. D.h. es stehen viele Leute rum, aber niemand will mit mir reden. Ich warte. Und warte. Und warte, bis Herr F. höchstpersönlich rüber kommt und mir die Flugbestätigung gibt.

Na also, hat es doch noch geklappt.

20080805

"Fliegen Sie doch Swiss"

20080803, AF 5109, Zürich - Paris

"Fliegen Sie doch Swiss" sagte der AF-Purser, "denn AF verkauft Ihnen hier ein teures Tempo-Ticket, ohne den entsprechenden Service zu bieten." Dieser Service fehlt bei allen Tochterbuden von AF, auch bei Cityjet, Regional und wie sie so alle heissen.
Meine Empfehlung deshalb: Wenn AF, dann richtig - und wenns geht, dann nicht mit diesen Firmen. - Flug war ausnahmsweise pünktlich, aber wer fliegt schon am SO Abend nach Paris? Die Pariser sind alle in den Ferien ...

"Ja, wir streiken auch"

20080731, LX 1077, Frankfurt - Zürich

Wenn in Frankfurt die Flüge nach Zürich an den B30-33-Gates sind, heisst das für die Paxen, 2 mal durch die meistens unfreundliche Security durch. Ich sause dann in den FCT, 200m zu Fuss (statt 3km mit der Limo plus 10 Min. Wartezeit), die Kontrolle dort ist relativ lasch (z.B. muss man nur selten die Flüssigkeitssäckchen auspacken). - Item: Auch im FCT, dem Hort der LH-Qualitätsphilosophie, wird gestreikt. "Ja, auch bei uns streiken heute einige KollegInnen" meint die "Personal Assistant", auch hier wurden deshalb einige Paxen umgebucht bzw. stehen gelassen.
Etliche tun das vorsätzlich. Auf dem Weg zum Flugzeug erzählt der Fahrer von seinen sonstigen Erlebnissen. "Es gibt da ein paar, die denken, die Flieger warten ewig auf sie und dann nehmen sie noch in aller Ruhe einen Cognac. Aber inzwischen fliegen die Flugzeuge los, wenn die zu spät kommen, die können sich ja dann umbuchen lassen." Zudem seien einige Paxen nach dem Lounge-Besuch sternhagelvoll, dass sie kaum noch die Treppe raufkommen. "Da hat dann der Cäptn das letzte Wort - er kann auch verweigern, sie mitzunehmen."
Da haben die gar nicht so unrecht - vor allem, wenn sonst die Slots weg sind und (wie tags zuvor) 100 Paxen 2h warten müssen.