20080917

Ach so, der Jurrassic Parc ...

20080911, LX 782, Zürich - Brüssel, 20080912, LX 735, Amsterdam - Zürich

Den Hinflug erwischte ich so gerade eben knapp - siehe vorangegangene Geschichte. MC haben wir unterwegs nicht wirklich gesehen.
Umso angenehmern war es retour: Es gab alles, was wir uns so wünschen: trinken, Zeitungen ... Als ich mich bei der MC bedankte und ihr berichtete, dass sich ihr älterer Kollege auf dem Hinflug kein Bein ausgerissen hatte, meine sie nur "Ach so, jaja, ich kenne das, ich nenne das den Jurrassic Parc ....".
Lounge in AMS ist übrigens verbesserungsbedürftig: Keine Zeitungen, kein WiFi, ausser Keksen nichts zu essen. Ich holte mir was vom Restaurant nebenan und sah den Hinweis, dass es streng verboten sei, eigene Essachen mitzubringen, erst, als ich mit dem vollen Tablett durch die Türe reinjonglierte. Aber da hatte die Dame am Schalter - Typ sowjetische Agentin in 007 "From Russia with Love", die ältere übrigens, gerade einen Anruf zu machen und wurde meiner nicht habhaft.

20080911

Hon Circle? Alles Marketinggeschwätz

20080911, LH 3726, Frankfurt - Zürich

Der Flug hat 40 Minuten Verspätung, in Zürich habe ich eine Spitzkehre und dann einen Weiterflug. Die flugplanmässige Zeit würde knapp für alles reichen. Mit 40 Minuten Verspätung wird es sehr sehr knapp. Deshalb fragte ich in FRA im First Terminal nach einem Taxi-Voucher.
Vergessen Sie´s. Wenn mann sowas brauchte, argumentiert LH mit dem schlechten Wetter. Ich solle doch das Taxi selber bezahlen und dann der Hon-Telefonnummer alles schildern, um evt. ggf. u.U. das Geld zurück zu bekommen.
Das macht wieder mal einen sehr sehr schlechten Eindruck vom LH-Service in Frankfurt. Was bleibt ist das Marketinggeschwätz.

20080910

Keine Angst vor Schlangen

20080907 LX 1270 ZRH-CPN / SK 937 CPN-SEA ab Terminal 3 C39

Im Kopenhagener Terminal 3 wickelt sich die Schlange vor der Passkontrolle oft bis um die Ecke, so dass man erstens viel Zeit verlieren kann und zweitens nicht mitbekommt, wenn sich vorne weitere Schalter öffnen.

Gute Strategie, wenn man zu zweit ist: der eine stellt sich normal an und der zweite lugt um die Ecke und benachrichtigt, wenn ein weiterer Schalter kurz vor der Öffnung steht.

Wenn man alleine ist, kann man auch einfach pokern und sich vorne neben die Schlange stellen und abwarten. In der Regel werden weitere Schalter geöffnet, wenn die Schlange zu lang wird - bloss halt mit einer lahmen Reaktionszeit.

Beim unserem Transit von Zürich her kommend waen wir so spät dran, dass wir gar nicht anders als pokern konnten. Und tatsächlich ging nach 5 Minuten Herumlungerns der Schalter auf, neben dem wir standen und wir konnten eine Riesenschlange überspringen.

20080902

Wenn sie wollen, können sie´s ja doch

20080901, AF 1018, Paris - Frankfurt

Wenn AF einen normalen Airbus ans Gate rollt, schlägt mein Magen höher: Das bedeutet 3-Klassen-Konfiguration, mit ziemlich gutem Essen in der teuren Eco (die Tempo Challenge heisst). Das schlägt locker das Business-Class-Essen von LH oder LX auf vergleichbaren Strecken. Wenn sie wollen, können sie´s ja, die von AF (und nicht die einer der Billig-Partner-Töchter).
Allerdings ist der Weg zum Fluggerät anspruchsvoll, auch wenns auf den ersten Blick so aussieht, als ob in Paris direkt am Jetway angedockt wurde: Treppe runter beim Jetway, dann die Flugzeugtreppe wieder rauf. Was ist wohl heute am CDG wieder kaputt?
Der Flug wäre noch eine Spur besser gewesen, wenn die Person hinter mir nicht dauernd ihre Knie in meine Lehne gedrückt hätte. "Richtig unangenehm, dieser Kerl!" dachte ich, "bestimmt so ein .... neureicher ....". Ich setzte mich noch vor dem Start rasch um und hatte fortan meine Ruhe.
Erst nach der Landung, als mir ein Gepäckstück in die Kniekehlen gerammt wurde, sah ich, wer es war: Eine Dame aus (...). Ich weiss zwar, woher sie kommt (sie geruhte laut zu parlieren), aber ich mag keine (weiteren) Vorurteile zementieren.

20080901

"Air France beantwortet keine Kundenanfragen"

20080831, AF5109, Zürich - Paris

Das einzige, was es in der tristen Skyteam-Lounge gibt, was es nebenan in der Star Alliaance-Lounge ausnahmnsweise nicht hat, ist eine bestimmte Zeitung. Die holte ich mir nach reichlich scanning vom Boarding-Pass. Dabei fragte ich die beiden nichts tuenden Damen (es gab einfach niemanden), warum AF Tempo-Challenge-Tickets verkaufe, wenn es auf dieser Strecke diese Klasse gar nicht gibt. "Sie sind bei weitem nicht der erste, der das fragt" meinte die Dame. Ob ich schonmal geschrieben habe?, Ja, aber ohne Antwort. "Ja, ich weiss, AF beantwortet solche Kundenanfragen nie ...".
Da haben wirs ja, was wir schon lange vermutet hatten. Unterwegs war die gemischt spanisch-portugiesische Crew ziemlich sehr geizig mit dem Champagner. Von den 35 Minuten in CDG von der Landung bis zum Terminal sprechen wir heute nicht ...

20080829

No frills

20080828, LX 1077, Frankfurt - Zürich

Oft ist dieser Flug ziemlich entspannt: der letzte des Tages, für mich gelegentlich auch der letzte vor dem Wochenende, die Crew locker und aufmerksam. Auch in der Eco gibts die Zeitungen und gelegentlich vom MC einen Champagner. Oder einen guten Rotwein. Das wäre ein Service einer, sagen wir, "normalen" Airline, oder?
Hier wars "No frills", wie Ryanair ihn bietet. Keine Zeitung, von den Getränken reden wir erst recht nicht. War da ein MC? Nie gesehen ...
Mühsam war auch das Gate-Personal. "Sie dürfen nur ein Gepäckstück mitnehmen" sagte man mir. "Okay, ich fahre mit dem Zug" sagte ich. "Nein, die Swiss will das so, aber Sie können mit der Crew verhandeln" sagte dann die Dame. Ich als Verhandlungsführer? Lieber nicht. Sie zog mich in die Ecke und sagte dann, ich könne den Tag einfach wegnehmen. Sowas passiert in Frankfurt gelegentlich - und immer an den unsäglich schlechten und engen B30 - 33-Gates, wo Paxen zwei mal durch die traditionell unfreundliche Security müssen.

20080828

Rotwein ... für alle

20080827, LH 985, München - Frankfurt

Dieser halb Neun-Abendflug ist (auch) deshalb praktisch, weil man so ausreichend Zeit für ein kleines Essen in der überaus schönen Lounge in München hat (die zudem auch noch angenehm leer war). Dann benötigt man gerade auf so kurzen Flügen auch nichts mehr an Bord. Vor allem, weils da bis jetzt bei LH auf solchen Strecken keinen Rotwein gab.
Ich hatte oft danach gefragt, von vielleicht 30 LH-Eco-Abend-Kurzstrecken in den letzten 12 Monaten gabs den vielleicht 2 mal. Bei beiden Malen hatte der Purser die Passagierliste gecheckt. In den allermeisten Fällen tun sie das nicht.
Aber ab jetzt gibts ja auch in der Eco Rotwein, einen ganz passablen Tempranillo übrigens. Die Purserin auf dieser Strecke sagte, dass es das bisher ja nie oder nur ganz selten als absolute Ausnahme gegeben hatte.
Sie hat ja damit völlig recht - und auch sie hatte die Passagierliste nicht gelesen.

Technische Probleme

20080827, LH 3741, Zürich - München

Schon auf dem Weg zur Lounge - ich hatte den Boardingpass am Abend zuvor geholt - hörte ich mit einem Ort, dass die Paxen des Fluges LH 3739 zum Transferschalter gebeten wurden. Das heisst in der Regel: Ausfall oder grosse Verspätung.
Hier wars ein Ausfall. Umso ungeschickter, dass ich meinen ersten Termin um 10.30 in München hatte, 45 Minuten nach der ursprünglich geplanten Landung, aber absolut nicht erreichbar, wenn man auf den nächsten Flug umgebucht wird und erst um 10.50 Uhr landet. Auch anschliessend wars im Terminal nicht wirklich angenehm - knappe Transit-Paxen wurden zwar direkt am Gate abgefangen, aber verspätete Point-to-Point-Reisende durften Warteschlage stehen.
Ursache für den Ausfall war übrigens ein technischer Defekt. Ein Wort des Bedauerns war nicht zu vernehmen.

20080827

Wenn der Bus-Aufenthalt ....

20080826, AF 5110, Paris - Zürich

AF scheucht, wie üblich, die Paxen so früh wie möglich zum Flugzeug und an dieser netten Praxis hielt man auch hier fest: bei Abflug um 18.55 hiess das ab 18.10 rein in den Bus (ich so um 18.16). Ein Profi-Logistiker hätte 5 Minunten später den Bus losgeschickt. Wir blieben stehen. Und stehen. 18.25 .... da kommt noch 1 Paxe ... 18.29 ... noch einer .... 18.34 .... die letzte? Nein! 18.39 .... noch einer ... um 18.42 dann endlich los. Wartezeit im Bus: 30 Minuten. Flugdauer: 55 Minuten (i der Tempo Challenge Klasse, die es zwar auf dieser Strecke nicht gibt, wo aber AF solche Tickets verkauft).

20080825

"Es gibt kein Limit"

20080825, On the ground

Am Flughafen in Salzburg gibts, wie schon berichtet, keine Lounge. Wer viel fliegt, darf an der Bar den Boardingpass hinhalten und bekommt als M&M-Gold-Level-Cardholder ein Budget von 8 Euro. Bis heute dachte ich, das gilt auch für die Hons.
Und so entspann sich am Morgen etwa der folgende Dialog (hier schriftdeutsch wiedergeben, auch die salzburger Dialekt-Passagen):

- Guten Morgen, wie hoch ist mein Budget? (prüfender Blick des jungen Bartenders).
- Es gibt kein Limit!
- Was heisst das?
- Sie haben kein Limit. Sie können haben, was Sie möchten ... (mein nicht ganz taufrischer Morgen-um 05.30-Uhr Blick gleitet sehnsüchtig über die Prosecco- und Champagnerflaschenbatterie ...)
- Ähem, gut. Dann hätte ich gerne (was kommt wohl? Nein, kein Champagner!) einen doppelten Espresso, ein .... (der Rest ist hier nicht von Bedeutung).

Wenns mir mal schlecht geht, kauf ich mir mit dem letzten Geld 1 Ticket von Salzburg nach Wien, so drei Jahre später fliegbar, und richte es mir im kleinen Duty-Free-Shop nett ein. Fürs Essen und Trinken ist hier jedenfalls gesorgt ....

Und so löst Austrian Airlines Probleme

20080824, OS 924/7117 (Codeshare mit AF), Salzburg - Wien - Paris

Schon auf dem Papier war der Anschluss in Wien knapp (40 Minuten), aber zur Not haben die dort den praktischen Limo-Service, der einen direkt von der Flugzeugtüre abholt und zum Abfluggate bringt.
Die Klapperkiste (Dash 8-400, von denen bei SAS die Fahrwerke wegzuknicken pflegten) hob in Salzburg nach dem kurzen Barbesuch (mir wurde mangels Lounge ein Budget von 8 Euro zugebilligt) so mit 30 Minuten Verspätung ab. Unterwegs sagte der Copi, dass sie jetzt mit der "langsamst möglichen Geschwindigkeit" fliegen - weil der Luftraum voll war. Ja, richtig, "langsamst möglichen Geschwindigkeit". 10 Minuten später gab er eine Liste von Städten durch, wo hin die Verbindungen nicht mehr klappen würden. Bei der Landung wars 5 Minuten vor der Startzeit, Handgepäck wurde langsam hinten raus getragen und keine Limo war in Sicht.
Als ich am Gate war, war das bereits geschlossen - ich hatte noch auf dem Weg dahin den push back gesehen. In der Lounge sagten die 2 Damen dann, sie würden sich drum kümmern, OS würde natürlich 1 Nacht im Flughafenhotel bezahlen, denn der nächte Flug gehe erst morgen früh um 7.20 Uhr. Ob es denn noch einen Flug retour nach Salzburg gebe, meine Freuden seien dort und ich ziehe eine Nacht in vertrauter Umgebung einem Flughafenhotel vor? Ein Anruf, kurzer Check, dann hatte ich 2 (Business-)Bordkarten für den letzten Flug abends und den ersten morgens in der Hand, auch den für den Weiterflug nach Paris (der eh Business gebucht war) und konnte in der Lounge bis 21.15 meine Dinge erledigen (und das Buffet plündern). Denn normalerweise machen die um 21 Uhr zu, für mich machten die eine Ausnahme.
Flüge am nächsten Morgen klappten hervorragend - Limo war da, Sitze frei, halbwegs pünktlich in Paris.
So löst Austrian Airlines Probleme ...

So löst Lufthansa Probleme (nicht)

20080822, OS 266, Frankfurt - Salzburg

Die 17.30-Uhr-Maschine ist praktisch: ganzer Tag arbeiten in FRA, dann ab auf den Flieger und ins Wochenende (ins am Samstag verregnete Salzburg). Bei den Abfluggates B10 bis 12, wo oft Flüge nach Oesterreich abgefertigt werden, ist die First-Lounge im B-Concourse die nächste. Dort sauste ich um 17.03 los, die Anzeigetafel hatte gerade angefangen zu blinken. Allerdings liegt die Lounge weit draussen, man muss durch Paskontrolle (kleine Schlange) und Security (mittellange Schlange). Die Strecke ist im gepflegten raschen Schritt in 15 Minuten zu machen.
Das Gate war indes schon zu, mein Sitz weiter gegeben worden (um 17.18). Die Schalterdame sagte nur, ich hätte 15 Minuten vor Abflug dort zu sein. Ich hab zwei gleich daneben sitzende Reisende gefragt: Es war schon "einige Minuten, sicher 5 Minuten" vorher alles geschlossen worden. Ich hatte keine Chance.
Item, ab zum LH-Ticketschalter, mit der Bitte, mich ggf. auf Umwegen so rasch wie möglich nach Salzburg zu bringen. Hier wollte ich keine Sekunde länger bleiben und der nächste (und letzte Flug) ging erst um 21.20 Uhr. Nach 40 Minuten hin- und herrechnen, alle möglichen Punkte neu setzen und mich von Business auf Eco downgraden machten die Gentleman und eine Lady ein Preisangebot: So 450 Euro, für 25 Minunten Zeitgewinn.
Ich bin dann retour in die Lounge. Das war ein gutes Beispiel, wie miserabel die LH-Ticketleute in FRA sowas handhaben.

20080822

Essen und arbeiten? Vergessen Sie´s ...

20080821, On the ground

Der First-Terminal in Frankfurt ist für viele Paxen das, was man sich so als paradies vorstellt: Alles umsonst, harmlose Security, exzellentes Essen.
Aber schlechte Architektur: Mit dem fast stromlosen Notebook arbeiten, es aufladen und essen geht nicht. Es gibt eine einzige Steckdose im Essbereich und die ist an einem 4er-Tisch, der für Gruppen frei gehalten wird.
Ich hab schon erlebt, dass es anders ging. Ich sauste dann zum Terminal zurück, in die menschenleere Lounge im B-Concourse, da gibts das alles, plus etwas nicht, worauf ich im First Terminal gerne verzichtet hätte: Einen oberschnöseligen Oberaufseher, der nur mit den Schultern zuckte. Zukünftig zuckt er ohne mich.

Meilenflüge ....

20080821, On the ground

13 Tage vor dem Abflug wollte ich mit Meilen einen Flug ZRH - Paris retour buchen. Computer zeigt noch teure Eco-Sitze für den Hinflug und ziemlich viele freie Sitze für den Rückflug an. Für Geld allerdings, nicht für Meilen. An dem Tag wurde (für Meilen) gar kein freier Direktsitz mehr angeboten, sondern (alos Ersatz für Abendflüge) Umwege via Düsseldorf, München oder Frankfurt. Abflug um 15 Uhr, 4h bis zur Landung, hinzu kommen die Treibstoffzuschläge pro Strecke usw., alles in allem Meilen plus 280 CHF. Anrufe bei LX und LH-Hon-Circle-Nummer brachte auch nichts.
Ich fliege jetzt mit AF - für weniger als 280 CHF.